Am Tag danach - alles aus
Noch wuseln die Inseltrolle durch die Täler, über die Bühnen und durch die unterirdischen Gänge der einem lebenden turisedischen Museum immer ähnlicher werdenden Kulturinsel, um die wenigen Spuren des 15. FOLKLORUMS (Lob dem Publikum!) wegzuzaubern. "Wegzaubern ist gut!" presst sich Thor Alfson über die Lippen, der gerade mit einem halbleeren Bierfass vorbeihechelt. Tja, muss man eben draufhaben.
Anderenorts, das Fest ist keinen halben Tag her, wird schon am 16. FOLKLORUM gebastelt. Inselkönig Bergamo will die frischen Eindrücke gleich verarbeiten und die Meinungen der FOLKLORUM-Besucher einfließen lassen. "Tagebuch soll man immer gleich danach schreiben, hat schon meine Mutti gesagt!", meint auch die reizende Fiona-Elfe. Hoffentlich bringt sie jetzt nicht ihre tausend Tagebücher angeschleppt...
Ausgesüffelt - das war die Bar! It´s closing time!
Ob es stimmt , dass der Barkeeper nach drei wilden FOLKLORUM-Tagen das Schütteln nicht lassen kann?
Egal, Arbeit gibt´s auf der Insel genug.
Wie wär´s mit einem Küchenjob, es muss Salz auf´s Spiegelei!
Ausgetröpfelt! In der Biorecycling- und Druckablass-Station weht frischer Wind!
Welch liebenswerte Szene vor einem der beliebtesten Orte des turisedischen Festgeländes!
Ein junger Herr blickt - bangend oder hoffnungsfroh - in die schummrige Anstalt, ob ein Putzgeist sich zu schaffen macht.
Noch geht´s, sonst würde er nicht erst gucken!
Ausgebandelt! Abschied ist ein scharfes Schwert...
Der Abschied von der märchenhaften FOLKLORUMS-Insel ist doch immer wieder etwas, das echt zu Herzen geht.
Für manchen hinzu kommt der herzzerreißende Abschied von einem der deutlich mehr als 12.500 Zweibeiner oder einer der Zweibeinerinnen (Bildmitte links).
Tipp: Nimm sie einfach mit! Also, äh, aber nicht die Insel!
AbtranporTIERt! Wo sind die Elefanten?
Ach, ich Kamel, hätte ich mir nur gleich so einen hübschen Elefantenbullen geschnappt!
Welche Kraft, welch´ Eleganz!
Ganz egal, ich sage Dir als Tier: Wir bleiben hier!
Ausgesiedelt! Jetzt wieder Einsiedeln!
Noch schnell etwas Sonne auf Bauch und Gehirn und dann geht es wieder ab in die Einsiedelei bei Bielefeld.
Mit sechsundsiebzig Jahren nicht der Älteste, wohl aber der drahtigste FOLKLORUM-Mitmacher.
Ehrlich: Die roten Wangen (nein, im Bild nicht zu sehen, ähnlich dem Jeep) sind echt, nicht angemalt.
Ausgehupft! Erstmal nix mehr hossa, hossa!
Kultur am Arbeitsplatz ist, wenn die Maschinen schweigen und die Instrumente geigen oder so.
Die Waldtanzbühne nach dem kulturellen Kahlschlag.
2009 wird wieder aufgeforstet für das 16. FOLKLORUM, versprochen!
Aus-Gang! Rauskommen, wo´s reinging!
Sachen ordnen. Papiere bereithalten.
Dieses entspannte Grinsen zurückfahren, damit man "draußen" nicht gleich weggefangen wird.
Merke: Kulturschock ist auch, wenn keine da ist.
Aussondern! Einlagern!
Datenverhütung wurde schon im alten turisedischen Reich großgeschrieben.
Heute bieten fabrikneue Atommüll-Fässer fortschrittliche Möglichkeiten, Akten einzulagern.
Zusatznutzen: Trommeln kann man auf den Fässern immer noch.
Ausgepennt! Morning has broken.
Stellt Dir vor, Du gehst auf ein Festival, tauchst ein in eine etwas andere Kultur,
und Du erwachst in einer Welt, in der die Bäume auf den Häusern wachsen.
Was glaubst Du eigentlich, wo Häuser sonst wachsen sollten?
Ausgepichelt! An allen Hähnen herrscht Ruh´....
Das Expertenforum tagt: Kann ein Zapfhahn durch zu heftigen Ausschank zum Glühen gebracht werden?
Und wie würde sich das Bier verhalten?
Wir wissen nur: Lieber ein warmes Bier als einen kalten Beamten!
Ausdauer! Wird Geduld belohnt?
Endlich sind die lieben Kleinen weg. Aber offenbar drängt es den jungen Mann zu einer neuen Variante des Trampolin-Springens, die seinem völlig auf die Dame fixiertem Wunschdenken folgt.
"Spring doch!", verhallt sein inbrünstiger Ruf in den Kiefern des Zauberwalds.
Lektion: Gelegenheit macht Liebe, aber nicht jede!
Ausgetrunken! Ohne wenn und aber.
Oh, wie ist das schön - Einsiedler Bier auf der turisedischen Museumsinsel Einsiedel!
Hoffentlich haben sich die Trolle bei Renate bedankt, der Bier-Schamanin, ohne die es kein Einsiedler Bier gäbe.
Wer Renate wirklich ist? Na, die weiß schon selbst, tolle Frau.
Ausgefegt! Lass uns heut´ vom Fußboden essen!
Die Kulturscheune könnte glatt abstreiten, dass es je ein FOLKLORUM gegeben habe.
Acht Stunden nach der Abschluss-Eröffnungs-Party für das 16. FOLKLORUM 2009 ist alles pikobello.
Versuch einer Interpretation: Echte Kulturinsulaner können nicht nur feiern, sondern auch arbeiten!
Austausch! Und wie haben Deine Flaschen geschmeckt?
Turisedische Frauen opfern sich immer wieder auf, um für Ihre Männer die erlesensten Speisen und Getränke zu verkosten.
Bekömmliche und mild anregende Spezialitäten stehen hoch im Kurs.
Einstellungs-Stopp! Vorerst werden keine Test-Trinkerinnen mehr gesucht.
Ausgefressen! Die Vorratskammer ist leer.
Da hat der junge Inselprinz das Nachsehen.
In ihrer überschwänglichen Gastfreundschaft haben die TuriSeden-Erben Küche und Keller geplündert.
Aber die TuriSeden sind ja kinderlieb, da findet sich sicher noch eine Prinzenrolle.
Ausgekippt! Wo ist mein Mineralwasser?
Auweia, da ist die Wasserbuddel doch tatsächlich unter den Müllberg geraten.
Das kommt davon, wenn man den Ehrzgeiz hat, wirklich den ganzen Müll einzusammeln.
Trostpflaster: Er hat seine Flasche wiedergefunden.
Ausdauer! Schon mal Bierfässer gestemmt?
Da braucht´s schon Prachtexemplare der Krone der Schöpfung plus Muckis, um so ein wunderschönes und hochinteressantes Bierauto zu ent- und wieder zu beladen.
Die beiden packen das locker.
Der gemeine Biertrinker sollte jedoch den ersten Schluck jenen widmen, die unter Volleinsatz ihrer körperlichen uns geistigen Kräfte Höchstleistungen zu Ehren des 15. FOLKLORUMS der turisedischen Kulturinsel Einsiedel erbracht haben.
Ausgelöffelt! Abschiedsfrühstück.
Nochmal zusammensitzen und Kaffee trinken vor der Abreise ist eine schöne Sitte.
Die Museumsinsel und die Umgebung laden zum Verweilen ein, ständig Neues zu entdecken.
Mache einen Plan und kreuze zum nächsten FOLKLORUM vom 4. bis 6. September 2009 eine ganze Woche an - denn die Vor-Folklorum-Ferienwoche solltest Du mitnehmen!!
Ausblick! 16. FOLKLORUM 2009
Vom 4. bis zum 6. September 2009 treffen jüdische Traditionen, Mexikanische Kultur und Polen und Deutschland zusammen. In der Chemie würde man das Nitroglycerin nennen, was sich dann auf der turisedischen Museumsinsel zusammenbrauen wird.
Auch 2009: Auf einzigartige Weise zweieinhalb Tage anders sein!
Demospektakel und heiße Rhythmen
So ein Festival wie das FOLKLORUM entwickelt seine ganz eigene Dramaturgie: Drei tolle Tage lang geben sich alle beim Feiern richtig Mühe, damit dann am Sonntagnachmittag, wenn andere das Vorabendprogramm einschalten, der Höhepunkt zelebriert werden kann.
Das Demo-Spektakel des 15. FOLKLORUMS hatte es in sich. "Ihr seid das Volk!" hieß die aufklärerische Parole, welche die Massen zu kreativen Slogans und Forderungen inspirierte.
Nach dem besonders eifrige Mitspieler und Kritiker ausgelost und -gezeichnet wurden, kam es zum Abfackelum eine Vogels. Hernach sprangen die Mexicanos von der vortrefflichen Band Mariachi Sol Latino herbei und die Demonstration wendete sich zurück in Richtung Holzplatztanzbühne, wo es einen mitreißenden Vorgeschmack auf das 16. FOLKLORUM 2009 gab.
Dann stehen Mexiko und der jüdische Kulturkreis im Mittelpunkt, in dem sich Polen und Deutschland eh schon aufhalten.
Das 15. FOLKLORUM war für alle Beteiligten ein Riesenerfolg, auf jeden Fall ist der bisherige Besucherrekord von 12.500 gekippt. Wenn die Inseltrolle am Montagnachmittag fertig sind mit dem Zählen und sich nicht verzählt haben, wird die genaue Besucherzahl feststehen.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, viele Bilder sagen mehr als viel Gequassel:
"2einhalb Tage anders sein" - dafür haben wieder einmal 80 Mitarbeiter der Künstlerischen Holzegstaltung Jürgen Bergmann sowie der Kulturinsel gesorgt, unterstützt von etwa 220 Helfern. Wie immer ein friedliches und entspanntes Fest, ganz ohne Exzesse und Security. Freuen wir uns auf das 16. FOLKLORUM 2009!
Kraft durch Kräuter
Wenn an den FOLKLORUM-Tagen Rauch über die turisedische Museumsinsel zieht, dann sind das nicht nur die unzähligen Feuerstellen und Grillwürste. Nur die geschulte Nase wird den würzigen Duft aus Babadoros Kräuterküche erkennen.

- Wer glaubt, nicht genug vom Kräutertrank bekommen zu können, wird selbst hineingesetzt.
Jeden morgen um halb Zehn nach Sonnenaufgang vollzieht sich ein merkwürdiges Ritual: Die schlaftrunkenen Inselgeister kommen angewankt und versammeln sich vor dem Eingang zu Babadoros Kräuterreich. Es schlägt die Uhr, es kräht der Hahn und - Plautz! - stößt Babadoros die Tür zu Ihrer Kräuterküche auf.
Es ist ein Löffel mit Kräuterextrakt, den jeder der Inselgeister verabreicht bekommt. Auf der Flasche klebt ein Schild mit der Aufschrift „TuriSeden-Kraft - höchstens ein Löffel pro Tag!“ Offenbar schmeckt und tut das gut, denn die Inselgeister lecken ihre Löffel ab, dass diese in der Sonne glänzen. Und die Müdigkeit scheint wie weggeblasen...
Manchmal versuchen die Schelme, sich zweimal anzustellen. „Das machen aber nur jene“, erklärt Babadoro milde, „die noch nie eine Überdosis TuriSeden-Kraft hatten.“
Die überaus niedliche Elfe Fiona zum Beispiel würde sich nie wieder ein zweites Mal anstellen. Nach dem Genuss einer doppelten Portion TuriSeden-Kraft flog sie nicht mehr wie eine Elfe, sondern schoss regelrecht durch den Wald und ließ keinen der Bäume aus. Grün und blau von den vielen Baumkarambolagen hatte es sich erstmal für viele Tage ausgeflattert.
Nun, gleichwohl, was den Inselgeistern hilft, müsste doch auch dem rasanten FOLKLORUM-Reporter... gesagt, getan. Ein Herz gefasst, an Badadoros Tür geklopft, die Bitte um auch einen Löffel TuriSeden-Kräuterkraft gestammelt - und einen fragenden Blick geerntet. „Nein“, sagt Babadoro bestimmt, aber nicht unfreundlich, „meine Essenzen und Tränklein sind nur ganz allein für die Trolle gedacht. Die Rezepte kommen aus der Märchenwelt und so müssen die Tropfen auch in der Märchenwelt bleiben.“
Zum Glück blieb dem rasanten FOLKLORUM-Reporter der Weg in die Feuerschänke, wo er sich ein anderes Tränklein von Einsiedler Art gönnte. Besonderns schön: Davon gibt es nicht nur ein Löffelchen, sondern gleich einen ganzen Krug!
Eins ist sicher: Das FOLKLORUM des Jahres 2008 ist sogar nach turisedischen Maßstäben das folklorumigste und mitreißendeste FOLKLORUM aller bisherigen Zeiten!
Was für ein Tag! Was für eine Nacht!
Der Modelpfutz ist überglücklich. Jedem, der es hören will, und jedem, der es nicht zum ...zigsten Mal erzählt haben will, berichtet er, wie an jenem Freitag, an dem das 15. FOLKLORUM startete, alles wie am Schnürchen lief.
„Turisedische Organisation eben!“, ruft er. Ein andermal gibt er den Wettergott: „Gleich früh am Morgen haben wir unsere turisedische Museumsinsel mit einem kleinen Landregen noch mal gründlich abgeduscht, dann die Sonne hervorgeholt und schön blankpoliert.“
Irgendwie muss man dem kleinen Angeber ja zustimmen - auch wenn nicht er allein die Arbeit hatte, sondern die ganze Inselmannschaft und ihren Helfern mit insgesamt etwa 3000 Fingern kräftig zugepackt hat.
Mal sehen, ob der rasante FOLKLORUM-Reporter dem Inseltroll noch einige Informationen entlocken kann:
R.R.: Hallo, Herr Modelpfutz, wie zufrieden sind Sie denn mit dem FOLKLORUM-Start?
Modelpfutz: Ich, äh, wir, also ich, der hier alle vertritt, kann nur sagen: Es ist toll, eine super entspannte Stimmung. Über der Kulturinsel schwebt die Leichtigkeit des Seins, hat die Elfe Fiona vorhin gesagt. Alle angereisten Folklorianer scheinen nur auf diesen Tag gewartet zu haben um sich gegenseitig zu zeigen, wie nett sie sind.
R.R.: Ach so, da sind also nur nette ältere Herrschaften gekommen?
Modelpfutz: Pi! Pa! Popo! Viele Familien sind dabei, junge Erwachsene und Erwachsene sowieso. Das Alter stand bei uns noch nie im Mittelpunkt.
R.R.: Nun gut, aber woher kommen die bloß alle?
Modelpfutz: Na, meist von Zuhause direkt oder direkt von der Arbeit.
R.R. Also...
Modelpfutz: Versteh´ schon, die meisten Inselgäste mussten einen größeren Anreiseweg in Kauf nehmen.
R.R. Was für das Festival spricht.
Modelpfutz: Schließlich gibt es jedes Jahr Neues zu entdecken und das FOLKLORUM setzt wieder einmal neue Maßstäbe. Allein die Möglichkeit, einen Abstecher ins Jenseits zu machen, in die urtümliche Görlitzer Heide jenseits der Neiße! Neue Bauwerke sowieso, neue Spiele, neue Speisen, neue Tiere und, nicht zuletzt, viele neue Gäste! Nur die Inseltrolle sind die gleichen geblieben - und das ist auch gut so!
R.R.: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, schauen wir die Pixelernte vom Freitag doch gleich mal an!
Modelpfutz erzählt noch, dass das FOLKLORUM eine urturisedische Angelegenheit sei. "Wer nun einmal da ist sollte die Gelegenheit nutzen, die Dauerausstellung zum Volk von TuriSede zu beschen. Da aber die Kulturinsulaner das turisedische Gedankengut aufsaugen wie eine Mücke ihr Lebenselixier, entwickelt sich die Kulturinsel langsam zur aktiven Museumsinsel. Langweilig wird es hier deshalb bestimmt nicht!
Der turisedischen Hochkultur verdankt die moderne Zivilisation einige ihrer wichtigsten Errungeschaften. So verkörpert der Fresstempel, zentral auf der Museumsinsel in der ZentralLausitz gelegen, die ursprüngliche und reine Form aller Imbissbuden.
Als sich die Inselgäste längst zur Ruhe gelegt haben, im Erdhaus, im Waldsiedlum, in einem Baumhaus des 1. Deutschen BH-Hotels, im Tipi oder unter einem Busch, da sind die rührigen Inselgeister noch unterwegs und putzen und sammeln und summen und... denn am Sonnabend, dem zweiten FOLKLORUM-Tag, wird es heiß!
In Reich des Kochlöffels
Nun holt Judka doch ihren Abakus aus dem Küchenschrank. Es ist eine dieser unbeliebten Textaufgaben, die ihr zu schaffen macht: Wie viele Portionen turisedischer Köstlichkeiten passen in mehr als 10.000 FOLKLORUM-Besucher-Mägen?
„An mich denkst Du wohl garnicht?“, meldet der Bodelmutz seine Interessen an: „Bitte berücksichtige mich mit fünf Portionen, sonst fall´ ich noch vom Fleische!“
Also gut, 10.005 Portionen. Ein gut´ Teil davon wird in der Feuerschenke über den Tresen gehen, sei es als Shrimpsalabim Kokolorus, Soko Kurutschuku, Triniklong oder Gvetsch. An den knisternden Feuern der fünf Kamine kann man sich leckere Spieße selbst zubereiten. Wem das zu aufregend ist, der kann sich an den urigen Tischen auch ausgefallene Köstlichkeiten aus aller Welt schmecken lassen.
Im Waldidyll bietet das Blockhauscafé ein urgemütliches Kaminzimmer mit wilden Sitzgruppen. Wer sich ganz schnell wieder ins Inselabenteuer stürzen will, bekommt hier auch Waffeleis für unterwegs.
Es ist noch gar nicht lang her, dass bei Ausgrabungen auf der Kulturinsel der antike Fresstempel entdeckt wurde: So also speisten die Inselgeister vor tausend Jahren! Noch halb in der Erde verborgen, lodert das Feuer zwischen großen Sandsteinblöcken. Hier können auch größere Gruppen schnell und preiswert essen.
Zu besonderen Anlässen, das gilt speziell für das Folklorum, hat Judka auch besondere Speisen im Angebot: Stets originell und allesamt weit entfernt vom üblichen Kioskquatschmatsch.
Judka, stark und froh, mach´ weiter so! Wenn im Kessel dampft der Brei, eilt das Inselvolk herbei. Fülle uns den Magen, dann wollen wir uns plagen, dann machen wir Kultur, TuriSede auf der Spur!
In der Halle des Inselkönigs
Während mancher Rotbart in den Tiefen seines Gebirges pennt, das wohl nicht zufällig Kyffhäuser heißt, ist Inselkönig Bergamo der omnipräsente Herrscher seines Kulturinsel-Reichs.
Immer wieder ist er in allen Winkeln der turisedischen Kultur-Museumsinsel anzutreffen, ganz besonders oft aber in der Werkstatt-Halle, in der sich die ungefähr sechzig Mitarbeiter seines wahrhaft königlichen Holzgestaltungsunternehmens austoben.
In den Spätsommerwochen kreischt in der in turisedischer Bauweise zwischen Arbeits- und Feierplatz metamorphosierenden Werkhalle die Kettensäge, die Späne fliegen und es wimmelt nur so von Geschäftigkeit.
Jetzt aber, wo das FOLKORUM ganz nahe ist, wandelt sich die Werkstatt-Halle in einen Konzertsaal der Superlative, der tausenden Besuchen der Hallenbühne ein festes Dach über dem Kopf garantiert.
Der rasante FOLKLORUM-Reporter (R.R.) nutzte die Gelegenheit, mit dem bärtigen Inselmonarchen Bergamo ins Gespräch zu kommen:
R.R.: Hallo Herr Inselkönig, Lust auf Quatschen?
Bergamo: Nee, ich muss regieren, folklorieren und dabei ganz schön transpirieren.
R.R.: Wo sind denn Deine hilfsbereiten Inselgeister?
Bergamo: Hier und in aller Welt. Ganz aktuell haben wir ein Projekt in Südamerika im Hinterkopf. Aber zum FOLKLORUM sind alle wieder da, für uns Inselgeister ist das so eine Art Familienfest.
R.R.: Was baut denn die Holzgestaltungsfirma momentan so?
Bergamo: Na alles. Besonders gut können wir die total verrückten Sachen, von luxoriösen Baumhäusern bis zu Spielgeräten, die zum Träumen verleiten. Vieles davon entsteht im Ausland.
R.R.: Das ist schade, dass vor Ort weniger passiert.
Bergamo: Ganz so ist es ja nicht, Zum Beispiel stehen bei Möbel-Höffner in Dresden zwei Klettertürme, die mit Zauberwald und Hexenhaus sehr gut von den Kindern angenommen werden. Nicht zu vergessen die oberverrückten Neuheiten auf der Kulturinsel, die man zum FOLKLORUM entdecken kann.
R.R.: Immer öfter fällt das Wort von einer Museumsinsel...
Bergamo: Nu. Nach der Eröffnung des TuriSede-Museums, das über einen einst hier lebenden Volksstamm aufklärt, der tausend Jahre lang verschollen war, haben wir unsere wissenschaftlichen Anstrengungen verdoppelt. Heute wissen wir mehr über die TuriSeder als jeder andere. Und dieses Wissen fließt immer stärker in unsere Bauten, unsere Spiele und in unsere Lebensweise ein.
R.R.: Herr Inselkönig, ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche für das FOLKLORUM gutes Gelingen!
Fazit: Die werden immer verrückter auf der Museumsinsel und auch zum FOLKLORUM 2008 muss man sich auf völlig neue unerwartete Bauwerke, Aktionen und Mitmach-Angebote einstellen.
Rundflug mit Fiona
Wenn der FOLKLORUM-Besucher nach wild durchtanzter Nacht am Wegesrand im betörenden Duft der Sträucher sein Nickerchen macht, wenn die Inseltrolle kreuzdiequer zuhören, was das Kopfkissen erzählt, dann wacht die Elfe Fiona über den Inselfrieden.
Und weil es auf der turisedischen Insel so schön friedlich ist, hat der rasante FOLKLORUM-Reporter (R.R.) leichtes Spiel, sie zu einem Rundflug über die Insel zu überreden:
R.R.: Hallo Fiona, liebes Elfenwesen, was gibt es denn Neues?
Fiona: Auch Du liebes Flatterhemd, wenn ich da anfange aufzuzählen, werde ich doch bis zum FOLKLORUM nicht fertig! Also ganz besonders gut gefällt mir ja das erweiterte Baumhaushotel, da kann man so schön durch die Baumkronen huschen!
R.R.: Das klingt ja abenteuerlich!
Fiona: Und das ist es auch! Und mit ein bisschen Glück und einem Quäntchen Verstand kann man eine Abenteuernacht für vier Personen, einzulösen vom 5. zum 6. September, ersteigern. Und die Eintrittskarten für die beiden Tage sind auch dabei!
R.R. Erzählst Du uns mehr davon?
Fiona: Na, das ist doch ganz einfach, versteigert wird - unter Ausschluss des Rechtswegs - am 3. September 2008 ab 17 Uhr. Das Startgebot liegt bei 60 Euro, per Telefon kannst Du den aktuellen Gebotsstand überbieten. Unter der Vorwahl 035891 erreichst Du vier Telefone zum Mitbieten: 49124, 49168, 49177 und 49144 sind die Nummern. Das riecht nach einem Schnäppchen!
R.R.: Fiona als die Elfe der Schnäppchenjäger. Was hast Du noch zu berichten?
Fiona: Vielleicht hast Du ja vom Sixatlum gehört? Die Kulturinselolympiade erweckt uralte total verrückte turisedische Wettkampfdisziplinen zum Leben. Sssst, siehst Du das U-Boot dort unten? Wie wäre es mit einer Kindergeburtstagsfeier im einzigen U-Boot-Feier-Baumhaus des Universums?
R.R.: Schön, aber - oh, was ist das? Ein Hexenkessel!
Fiona: Bitte keinen Antifeminismus - das ist ein Kannibalenkessel! Der Kochvorgang wird abgebrochen, wenn Du schön schrumplich bist. Siehst Du den langen Schlauch, der aus dem grauen Berg dort kommt? Das ist ein Elefantenrüssel. Und er ist nicht allein!
R.R.: Soll der Elefant etwa auch gekocht werden?
Fiona: Na, dann würde doch kein Wasser mehr in den Kessel passen, und verschrumpelt ist der Dickhäuter doch schon. Jedenfalls kommen die schweren indischen Gäste aus Afrika und Du solltest wissen, dass am Sonntag um 14 Uhr auf der Großen Bühne - ja, da unten links, das ist sie - eine Versteigerung zu Gunsten der Indienhilfe stattfindet.
R.R.: Und welche Bühne ist das dort?
Fiona: Die Holztanzbühne! Dort startet am Sonntagabend um 18 Uhr die berühmte Demo, ein Spektakel der Sonderklasse, das mit pfeffrigen Rhythmen zur langen mexikanischen Nacht einlädt. Ziel ist die Kulturscheune, wo schon mal das nächste FOLKLORUM eingeläutet wird.
R.R. Hilfe, Du durchgeknallte Elfe, dort ist ein schwarzes Loch!
Fiona: Ach Du Hasenfuß, in jeder FOLKLORUM-Nacht gibt es Schwarzlicht-Aktionen im Zauberwald und vor der Waldbühne.
Unermüdlich zieht Fiona mit dem rasenden FOLKLORUM-Reporter ihre Runden über die märchenhafte turisedische Landschaft. So überfliegen sie auch die Hallenbasar-Bühne, wo am Sonntagvormittag die Kinderritter spielen werden. Noch mehr Elefanten, Balkanbären...
Das FOLKORUM des Jahres 2008 wird das trubelhafteste, langnächtigste und musikschnellste aller Zeiten werden. Sei dabei!
Bodelmutzens Wachparade
Was ist denn das?! Gleichschritt marsch auf der Kulturinsel?
Da kommen sie schon um die Ecke - allen voran der Bodelmutz! Er schwingt den Kochlöffel wie ein Tambourmajor und mit jedem stampfenden Schritt schwingt das Bäuchlein, als wolle es den Inseltroll mit sich reißen.
Dahinter hüpft und springt die Zwergenschar: Ist es dem Bodelmutz doch gelungen, die Zwerge aus ihrem Labyrinth zu locken. Wo nur wollen die Wichte hin?
An der Großen Bühne erschallt der Ruf: „Aufstellen zur Belastungsprobe!“ Aha - jetzt sind wir dem rundlichen Troll auf die Schliche gekommen!
Na, so einer ist das also! Erst muss er seinen übergroßen Kochlöffel in jeden Topf und dann in seinen Mund stecken und nun hat er Angst, die Bühnen könnten unter der sündigen Last seines kleinen strammen Wanstes zusammenbrechen.
Und die Zwerge machen fleißig mit, sind sie doch froh, mal aus dem Zwergen-Asyl-Labyrinth herauszukommen. Sie toben über die Bühnen, dass die Bretter scheppern und die Kiefern wackeln.
Das ist die Gelegenheit für den rasanten FOLKLORUM-Reporter, mit dem Bodelmutz ins Gespräch zu kommen.
Reporter: Hallo, Herr Bodelmutz, sind die Bühnen denn stabil?
Bodelmutz: Ja, was dachten Sie denn? Hier werden nur ausgesuchte Hölzer nach turisedischem Vorbild verbaut!
Reporter: Und wozu dann die Belastungsprobe?
Bodelmutz: Man weiß ja nie... Stell´ Dir vor, die Frauen nehmen ihre Männer Huckepack, das müssen die Bühnen abhalten. Sicherheit geht vor!
Reporter: Na, durchbrechen wird ja wirklich niemand. Aber auf regennasser Bühne könnte man glatt ausrutschen....
Bodelmutz: ... und auf den Hinterkopf fallen! Vielleicht fällt Dir dann ein, dass die Bühne in der riesigen Werkstatthalle genau so wie die Besucher im Trockenen steht. Selbst wenn es in Strömen regnen würde, das FOLKLORUM fällt nicht ins Wasser.
Reporter: Gut zu wissen, gibt es sonst was Neues?
Bodelmutz: Na logisch. Zwei brandneue Bühnen sind auf dem Festivalgelände entstanden. Und - ganz verrückt - drei weitere Bühnen werden über das FOLKLORUM-Gelände ziehen und mit total verrückten Aktionen begeistern. Nun aber genug erzählt, die Zwerge müssen zurück in ihr Zwergen-Labyrinth. Schau´ Dich doch selber um!
Da hat er recht, der Troll. Umsehen im Freizeit-Museums-Komplex muss man sich schon selbst. Und zu entdecken gibt es weit mehr als jede Menge Bühnen.
Tipp: Wer begabt ist oder sich wenigstens dafür hält, kommt auf der freien Bühne zum Zug!
Im turisedischen Konglomerat - mittendrin!
Troll Olve wachsen nicht nur die Haare, sondern es wächst ihm auch die Kultur über´n Kopf. Grund genug, im TuriSede Museum der Kulturinsel seinen trolligen Gedanken Klarheit zu verschaffen.
Gesagt, getan - deshalb konnte er heute Kulturinselbesuchern Auskunft geben über das historische Kulturinselverwurzelungsgeflecht:
Troll Olve: Hallo, möchte jemand was wissen?
Anja C.: Ja, ich weiß grad net...
Volker C.: Warum kommt mir hier alles so turisedisch vor?
Troll Olve: Weil Du mitten in einer riesigen Museumsinsel stehst, dem historischen Kernland des Volkes von TuriSede! Die Kultur der Kulturinsel ist die Kultur des untergegangenen Volkes von TuriSede, verstehst Du?
Eberhard S.: Ich versteh´ immer nur TuriSede....
Troll Olve: Genau! Wir buddeln hier tausend Jahre rückwärts eine Kultur wieder aus, in der Multikulti, Muttikulti und Kinderkulti etwas ganz normales waren, zurück zu den Wurzeln also!
Anja C.: Deshalb gibt es also hier so viel für Kinder....
Troll Olve: ... und weil die Erwachsenen im tiefsten Innern auch nur Kinder sind, findet hier jeder, was er braucht zum Glücklichsein.
Sarah L.: Sehe ich das richtig, dass ihr die Kultur von TuriSede neu erfindet, indem Ihr sie aus Indien und vom Balkan zurück nach Polen und Deutschland holt?
Troll Olve: Ja, wir sind hochsensible Spurensucher, die alles, was in den letzen tausend Jahren verschütt´ gegangen ist, aufspüren und wieder ins Leben bringen - wenn ihr offen seid dafür!
In der Tat hat sich die Museumsinsel zu einem Ort entwickelt, an dem Menschen sich darauf einlassen, wenigstens einmal im Jahr für einige Tage anders zu sein. Das faszinierende Codewort heißt FOLKLORUM - ein Konglomerat der Kulturen, die auf der turisedischen Museumsinsel nicht nur friedlich koexistieren, sondern sich gegenseitig befruchten und fortentwickeln.
Das FOLKLORUM ist für den Kultur-und-TuriSede-Fanatiker Olve das größte aller Heilgtümer: „Damit das mal klar ist“, gibt der Inseltroll den verdutzten Besuchern bekannt, „das FOLKLORUM ist viel mehr als nur Folk und Konzert mit Drumherum - es ist ein Mitmach-Festival der Sonderklasse!“ Logisch, wenn eine alte Hochkultur wieder belebt werden soll, dann geht das eben nur durch Mitmachen.
„Also, wir sehen uns!“ ruft Olve und ist schon wieder verschwunden. Schließlich ist noch einiges vorzubereiten für das FOLKLORUM.
Weg ist er also, der Troll. Da bleibt nur, die Museumsinsel auf eigene Faust zu erkunden und sich einen Vorgeschmack zu holen, was es zum FOLKLORUM Neues zu entdecken gibt:
Vor-Folklorum-Ferienwoche
Wer zu früh kommt, kriegt mehr.
Zum ersten Mal gibt´s in diesem Jahr ein Vor-FOLKLORUM. Schon ab eine Woche vor dem FOLKLORUM könnt Ihr in diesem Jahr Eure Zelte auf den Kulturinsel aufschlagen - zur Vor-FOLKLORUM-Ferienwoche.
Die Inselgeister scheint´s zu freuen, kommt doch auf diese Weise mehr Leben in die Wälder der ZentralLausitz.
Thor Alfson, der zu den beinharten Lokalpatrioten unter den Inselgeistern gehört, weiß, dass eine Woche ZentralLausitz mehr zu bieten hat als jeder andere Ort des Universums: „Du kannst eine Woche Machorka machen und hinterher krank sein. Du kannst aber auch eine Woche in die ZentralLausitz fahren und erleben, was hinter den Kiefern und Seen steckt!“
Das ist das Stichwort für zwei Camper, die zugehört haben: „Stimmt, Thor, auf die Tagestouren vor dem FOLKLORUM kannst Du einen lassen, wenn Dich das nicht überfordert. Wir waren gestern auf der größten Maschine der Welt, größer als der Pariser Eiffelturm hoch. Total irre! Und morgen kommt die Wolfstour dran.“
„Naja, Schaf möchte man da nicht sein“, gibt Thor Alfson zu bedenken. Aber die kommen ja nicht zur Kulturinsel, sondern erlebnishungrige Individualisten, Familien, Naturfreunde, Freigeister, Kulturjunkies.
Da hat die ZentralLausitz in einer überschaubaren Region wirklich was zusammengebaut, das für jeden Tag einen neuen Kick verspricht: Mit der Waldeisenbahn vom Tierpark direkt ins Weltkulturerbe Fürst-Pückler-Park dampfen, Exkursionen in die Beinahe-Kulturhauptstadt-Europas („Die Eigentliche!“, stampft Thor Alfson auf), die Doppelstadt Görlitz-Zgorzelec, ein Flugzeugmuseum und ultraleichte Rundflüge, Paddeln auf der Neiße und und und.
Thor Alfson kreuzt seine Hände und klopft sich auf die Schultern, dass der Moosstaub nur so stiebt: „Da ist doch wirklich mehr zu erleben für alle, die ein paar Tage eher zum Folklorum anreisen. Tag für Tag kann man sich immer mehr so richtig in die FOLKLORUM-Laune reinsteigern, den dreitägigen FOLKLORUM-Höhepunkt erleben und sich darauf freuen, dass das fast ein ganzes Jahr lang anhält!“
Ein Kette von Highlights will also erlebt und geheimtippt werden. Zugleich entdecken die ZentralLausitz und die Kulturinsel Einsiedel ihre Grenzenlosigkeit: Die Wanderbrückum genannte Neißefähre - dabei handelt es sich um ein hervorragendes Zeugnis der turisedischen Schiffsbaukunst - war nur der Anfang.
Heute ist das eigenwillige schwimmende Neißefluss-Übersetzgerät für den Vor-FOLKLORUM-Ferienwochen-Genießer der Ausgangspunkt für Entdeckungsreisen in die urtümliche Tiefe der polnischen Wälder. „Entdecke den Waldsee, entdecke den Bildhauer, entdecke die Kneipe! Gehe auf Tour durch ein märchenhaft unberührtes Gebiet, zu Fuß, zu Rade oder mit der Pferdekutsche!“, raunen die Inselgeister im Chor, während Thor Alfson eine sehnsücht-blumige Fanfare über Insel und Wälder wehen lässt.


































































































































































































































































































































































