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2einhalb Tage und Nächte Anderssein - immer am ersten Septemberwochenende



-->> zum Programm des 13. Folklorum

"Der Irrgärtnerbote" im Internet! Das Zentralorgan der Kulturinsel Einsiedel" unter anderem mit allen Bands und Infos zum 13. FOLKLORUM und mehr.

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Neu: Das Folklorum jetzt auch in Schwarz-Weiß

2einhalb Tage und Nächte Anderssein auf der Kulturinsel Einsiedel am ersten Septemberwochenende


Es ist Festivalsaison. Die Spätsommer Nächte sind warm, die getankte Sonne strömt in Form von guter Laune aus den Menschen, und die Morgensonne wirft einen langen grüngeringelten Schatten vom östlichsten Punkt Deutschlands weit über den Rest des Landes. Und nur von dort kann ein solcher Schatten entspringen, denn das 13. Folklorum – das Festival der Kulturen – wirft ihn voraus.

Seit 1992 schon verwandelt sich die Kulturinsel Einsiedel am ersten Septemberwochenende in ein buntes Meer aus Tönen und Tanz, Märchen und Magie, exotischem Handel und Handwerk. Doch plötzlich soll alles anders sein: Aus ist es mit dem bunten Treiben, die heilige Zweifarbigkeit hält Einzug.  Die über 125 Künstler aus SCHWARZAFRIKA, NORDLAND und Deutschland drücken mit ihren knapp 40 Auftritten nicht nur farblich dem Festival einen viel versprechenden Kontrast auf. Dass die Künstler dieses Versprechen halten werden zeigt schon die Liste Ihrer Heimatländer: Die Kulturen aus Senegal, Ghana, Elfenbeinküste, Kongo, Zimbabwe und Guinea sowie Finnland, Schweden und Norwegen bieten eine sehr umfangreiches Repertoire an Musik, Tanz und Kunst. Am Freitag um 18 Uhr startet das Festival mit einer kulturinseltypischen Eröffnungsveranstaltung. Unterstützt werden die Insulaner dabei mit nordischer Folkpower vom Newcomer-Ruth-2005-Preisträger Malbrook.

Wie in den letzten Jahren wird das Folklorum nicht ohne ein umfangreiches Familientagesprogramm rund. Hinzu kommen bodenerbenbende Aktionen auf der Tanzbühne und Vororterfahrungen aus den Kulturkreisen bei zahlreichen Diavorträgen. Sogar auf der Freien Bühne sind schon 12 feste Akts geplant. Doch keine Angst, es gibt auch noch Platz für Spontanmusiker.
Seit Wochen sind die 70 Kulturinsulaner im Vorbereitungsfieber. Zusammen mit ca. 120 Helfern sollen die über 10 000 erwarteten Besucher erfreut und betreut werden. So haben sich, auch als kleinen Vorgeschmack für die zukünftige Abenteuertoilette, die sanitären Anlagen im Zeltplatzbereich gewandelt. Ein Teil des alten Park-/Zeltplatzgeländes gehört ab sofort zum Festivalbereich mit zusätzlicher Bühne (der insgesamt 8.!), Mittelalterspektakel, Eintrittskartenschiff, Gastronomie und mäandernder Basarlandschaft.
Auch die fast 100 verschiedenen und dennoch handverlesenen Stände von Handwerkern und Kaufleuten, stellen eine neue Marke in der Folklorumgeschichte. Nie war eine größere Anzahl und Auswahl aus Gemachtem oder Mitgebrachtem auf dem Gelände der Kulturinsel. Viele lassen sich auf die Finger oder über die Schulter schauen, und es darf sogar an einigen Ständen selbst Hand angelegt werden. Auch wird die Tradition der Ausstellungen zum Folklorum weiter geführt, und das hoch drei: Arvid v. Oertzen zeigt humorige Zeichnungen und Malereien, Henk Blecker verzaubert mit computerphotografischen Phantasiewelten und die holländische Firma Vlisco, die auch die afrikanische Bühnendekoration sponsert, zeigt phantasievolle Kostüme des schwarzen Kontinents. Neben dem bekannten Galerie-Café öffnet dazu erstmalig das neue Museumsbaumhaus seine Tore. Im nächsten Jahr werden dort die historischen und prähistorischen Funde vom Kulturinselstandort zu sehen sein.
Schwarzafrika und Nordland werden auf dem Holzplatz in Form zweier spezifischer Cocktailbars miteinander konkurrieren. Ob man sich die Zunge verbrennt, oder ob sie am Glas festfrieren soll kann dann jeder für sich entscheiden.
Kulinarisch gibt es wie immer eine weite Reise um die ganze Welt, wo Leckerbissen der beiden Folklorumkulturkreise natürlich auch nicht fehlen. Doch was wäre die Kulturinsel, wenn sie nicht auch dabei aus der Rolle fallen würde: Im neu gestalteten Großen Tal kann man sich in diesem Jahr nicht nur in den drei Kannibalenkesseln selber kochen; es wird außerdem einen riesigen Kochtopf geben, worin die wahrscheinlich größte Nudelsuppe der Welt zubereitet wird.  
Außerdem werden afrikanische Lehmhütten gebaut und die befreundete Firma Braty i Kompany bringt eine nagelneue Kleinkinderspielburg aus Zakopane mit. Selbstverständlich werden auch wieder ganz aktuelle Arbeiten der Künstlerischen Holzgestaltung Jürgen Bergmann auf dem Festivalgelände zu bestaunen sein, bevor sie den weiten Weg zu den zukünftigen Standorten in entfernte europäische Länder oder auch ins nahe gelegene Chemnitzcenter antreten.
Abschließend möchten die Kulturinsulaner noch etwas anmerken: Das Folklorum ist als friedliches Fest groß geworden, ohne Schlägereien und Drogenexzesse. Das Festivalmotto „2einhalb Tage und Nächte Anderssein“ wurde stets auf eine fröhliche und achtungsvolle Weise umgesetzt. In diesem Sinne gibt es auch in diesem Jahr wieder eine Versteigerung am Sonntag zugunsten Hilfsbedürftiger. Bitte bringt skurrile, nützliche, lustige und schöne Sachen mit. Diese werden dann erstmalig in verrückte Kisten von der Kulturinsel gepackt und „blind“ versteigert. Der Erlös geht an Muini-Sonnenlicht e.V. die sich unter anderem um Kinder im Kongo kümmern.
Und wer erahnen will, um welche Kulturkreise es im Nächsten Jahr dreht, dem sei das traditionelle Finalespektakel ans Herz gelegt, wobei die Kulturinsulaner ihren verrückten Umzug zelebrieren und auch ein Musikalischen Vorgeschmack für das 14. Folklorum geboten wird.

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