Schlappohrs Ostereierei vom 30 März bis 2. April 2018

Und so begab es sich vor langer Zeit – derart überliefert die Legende der alten Turiseder – dass selbst der kindliche König Bergamo in seinen frühen Jahren einmal nur das Zausen des grauen Winterwindes im damals noch wild-lockigen Haar kaum mehr ertragen konnte und das stete Prasseln kalten Nieselregens auf der güldenen Krone ihm wie eine dunkle Wolke das sonnige Gemüt verdunkelte.

 

Und er grub sich im tiefsten Gebirge ein finsteres Loch und befahl seinen Männern, einen Stein darüber zu rollen. „Wenn die Felder grünen und die Vögel singen, dann kehrt zurück an diesen Ort“ – so rief er ihnen nach und es klang dumpf unter dem Gesteinsbrocken hervor.

 

Die Turiseder weinten bitterlich um ihren König und 40 Tage lang lachten sie weder, noch sangen noch spielten noch aßen sie. Und als diese Zeit vergangen war, da stiegen sie durch Regen und Nebel hinauf zur Höhle, um ihren König zur Rückkehr zu bewegen und sie erstaunten sehr: Der Stein war weggerollt (denn er war sehr groß) und in der Spitze des höchsten Baumes saß Bergamo, während die Frühlingssonne hinter ihm aus den Wolken brach.

 

Die Turiseder sahen sein silbergelocktes Haupt umgeben von einem Kranz goldener Strahlen. Und Bergamo fragte: „Was glotzt ihr denn so?", als schon der Ast, auf dem er saß, zerbrach. So stürzte er aus großer Höhe lachend in das weiche Moos und in den Kreis seines glücklichen Volkes.

 

Und noch Minuten lang regnete es bunte Vogeleier, die beim Sturz aus ihren Nestern geschleudert wurden, in die vor Staunen offenen Münder der Turiseder.

 

   

Ein kleiner Rückblick auf das vergangene Jahr....







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